Neu im Team: Gudrun Thiessen-Schneider

Gudrun Thiessen-Schneider (Foto: © 2019 Wolfgang Weßling)

Gudrun Thiessen-Schneider war 1993 Mitbegründerin des Kunstvereins Grafschaft Bentheim in Neuenhaus und übernahm 1994 die künstlerische Leitung und Geschäftsführung dieses Vereins. Ende 2019 gab sie diese Tätigkeit auf. Seit August 2020 unterstützt sie als künstlerische Beraterin dieses Projekt.

Grafschafter Onlinegalerie

Wir alle wissen, dass stationäre Kunstausstellungen geschlossen sind oder gar nicht erst eröffnet werden. Es ist zu befürchten, dass dieser Zustand noch ziemlich lange andauern wird.

Die Idee:
Auf der Seite www.kuenstler-grafschaft-bentheim.de wird eine Online-Ausstellung mit Arbeiten von KünstlerInnen aus der Grafschaft eingerichtet. Eine Arbeit pro Tag. Für viele Kunstliebhaber sicherlich ein Lichtblick in dieser ansonsten so trüben Zeit.

Bald geht es los!

Petra Beckers/Werner Westdörp: double exposure

Die vierte Ausstellung der Reihe mit Künstlern aus der Grafschaft Bentheim wird am 17. April 2020 um 20.00 Uhr eröffnet. Gezeigt werden erstmals ausschließlich Fotografien, zum einen die Serie „Women in Jazz“ der Fotografin Petra Beckers aus Amsterdam, zum anderen Mode- und Portraitfotografien des Fotografen Werner Westdörp aus Nordhorn. Die Einführungsrede hält Dr. Thomas Niemeyer, der Leiter der Städtischen Galerie Nordhorn. Der Jazzgitarrist Chris Beckers aus Amsterdam wird die Vernissage musikalisch begleiten.

Die Veranstaltung ist wie immer öffentlich, der Eintritt ist frei.

Vernissage: Freitag, 17. April 2020, 20.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. April 2020 bis 12. Juni 2020
Einführung: Dr. Thomas Niemeyer (Städtische Galerie Nordhorn)
Musik: Chris Beckers, Amsterdam
Ausstellungsort: Weßling Kambach Bitzer | Rechtsanwälte, Sandstiege 12, Nordhorn

Bildband „Künstler in der Grafschaft Bentheim“ in limitierter Auflage erschienen

Der Bildband „Künstler in der Grafschaft Bentheim“ ist im Oktober 2018 im Verlag Edition Virgines erschienen. Das Buch enthält 33 Künstlerportraits von Wolfgang Weßling, jeweils ergänzt durch Texte des Journalisten Andreas Meistermann. Gestaltet wurde das Buch von der Kommunikationsdesignerin Svenja Hemke M.A. aus Nordhorn, die einführenden Texte haben der Philosoph Dr. Thomas Ebers aus Bonn und der Kunsthistoriker Andreas Cordes M.A. aus Osnabrück geschrieben.

Der Preis des auf 999 Exemplare limitierten Buches beträgt 29,90 Euro. Sie erhalten es im Buchhandel oder direkt hier: Direktbestellung

Buchveröffentlichung

 

Die Planungen für die Veröffentlichung des Projektes KÜNSTLER IN DER GRAFSCHAFT BENTHEIM als Buch schreiten weiter voran. Im Augenblick werden Gespräche mit möglichen Sponsoren der Buchveröffentlichung geführt.

Geplant ist für die zweite Jahreshälfte 2018 ein großformatiger Bildband mit etwa 88 Seiten, der in einer Auflage von 999 Exemplaren erscheinen wird. Der Verkaufspreis wird bei 29,90 Euro liegen. Das Buch soll 33 Künstlerportraits von Wolfgang Weßling, jeweils ergänzt durch Texte des Journalisten Andreas Meistermann, enthalten.

Gestaltet wird das Buch von der Kommunikationsdesignerin Svenja Hemke M.A. aus Nordhorn, das Vorwort schreibt der Philosoph Dr. Thomas Ebers aus Bonn, die Einführung der Kunsthistoriker Andreas Cordes M.A. aus Osnabrück.

Verbindliche Vorbestellungen werden demnächst möglich sein.

 

Julia Siegmund im Kunstverein Grafschaft Bentheim

Julia Siegmund (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)
Julia Siegmund (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)

Die Künstlerin Julia Siegmund aus Nordhorn arbeitet im diesjährigen „Atelier auf Zeit“ im Kunstverein Grafschaft Bentheim. Die Ausstellung ist noch bis zum 08.10.2017 geöffnet.

Vernissage Metten/Nicoloff am 10.03.2017

(v.l.n.r.:) Dr. Thomas Ebers, Dr. Miho Nicoloff, Angelika Metten, Wolfgang Weßling (Foto: © 2017 Kerstin Snekker)
(v.l.n.r.:) Dr. Thomas Ebers, Dr. Miho Nicoloff, Angelika Metten, Wolfgang Weßling (Foto: © 2017 Kerstin Snekker)

Vorgestern wurde die erste Ausstellung mit zwei Künstlern aus diesem Projekt eröffnet. Eine sehr gut besuchte Veranstaltung in der Kanzlei Weßling Kambach Bitzer Rechtsanwälte in Nordhorn, weitere werden folgen! Die Eröffnungsrede hielt Dr. Thomas Ebers aus Bonn, es spielten Harp Mitch und Helmut Jakobs. Weitere Fotos der Vernissage finden Sie hier!

Die Ausstellung ist noch bis zum 05. Mai 2017 geöffnet.

Ausstellung: Angelika Metten + Miho Nicoloff – Malerei und Grafik

mettennicoloffgrafik02cAngelika Metten + Miho Nicoloff – Malerei und Grafik

Die erste Ausstellung mit Künstlern aus diesem Projekt wird am 10. März 2017 um 20.00 Uhr in der Rechtsanwaltskanzlei Weßling Kambach Bitzer an der Sandstiege 12 in Nordhorn eröffnet. Gezeigt werden bis zum 5. Mai 2017 der Künstler Angelika Metten und Miho Nicoloff aus Nordhorn. Die Einführungsrede hält Dr. Thomas Ebers aus Bonn.

Frühjahrsausstellung 2017

Frühjahrsausstellung 2017

Die erste Ausstellung mit Werken von zwei Künstlern aus diesem Projekt wird im März 2017 eröffnet werden. Ausstellungsort wird sein die Rechtsanwaltskanzlei Weßling Kambach Bitzer an der Sandstiege 12 in Nordhorn. In diesen Räumen fanden bis zum Jahre 2014 die Ausstellungen des Kunstverein Nordhorn statt. Weitere Details folgen demnächst.

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Florian M. Pletz (Bad Bentheim)

Florian M. Pletz (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Den Schauspieler Florian M. Pletz aus Nordhorn habe ich am 21.10.2016 in Bad Bentheim getroffen. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Theresa Sperling (Nordhorn)

Theresa Sperling (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Die Schriftstellerin und Poetry-Slamerin Theresa Sperling aus Nordhorn habe ich am 12.10.2016 in Emlichheim getroffen. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Manfred Flucht (Gildehaus)

Manfred Flucht (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Manfred Flucht (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Den Künstler Manfred Flucht habe ich am 19.07.2016 in seinem Atelier in Gildehaus besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Hannes Hiller (Emlichheim)

Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Den Maler und Grafiker Hannes Hiller habe ich am 15.07.2016 in seinem Atelier in Emlichheim besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Christiana Fietze (Nordhorn/Twist)

 

Christiana Fietze (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Christiana Fietze (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Die Künstlerin Christiana Fietze aus Nordhorn habe ich am 05.08.2016 in ihrem Atelier in Twist besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Angelika Metten (Nordhorn)

Angelika Metten (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Angelika Metten (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Die Künstlerin Angelika Metten aus Nordhorn habe ich am 04.07.2016 in ihrem Atelier in Nordhorn besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)


Julia Siegmund – Künstler in der Grafschaft Bentheim

Julia Siegmund (Foto: © 2015 Wolfgang Weßling)
Julia Siegmund (Foto: © 2015 Wolfgang Weßling)


Julia Siegmund
*1974 in Friesoythe
lebt und arbeitet in Nordhorn und Münster
Website: www.juliasiegmund.de

Durchlässige Köpfe, verloren wirkende Körper, die auch noch dem Betrachter den Rücken zuwenden, Wörter, Geschriebenes und Textfragmente – das sind nur einige wiederkehrende Gestaltungselemente in der künstlerischen Arbeit von Julia Siegmund, die von Sensibilität, großer Spannung und einem hohen Grad an poetischer Verzauberung gekennzeichnet ist. Immer kommen einem Geschichten in den Sinn, die aber nie richtig konkret werden. Eindeutigkeiten gibt es nicht.

Beispielhaft  ist eine Wandzeichnung zu nennen. Ein Mann sitzt mit dem Rücken zum Betrachter, eine Hand aufgestützt, und sieht suchend in den imaginären Raum. Die weiße Wand ist die Projektionsfläche, auf die der Betrachter mit ihm blickt. Ein Naturfreund könnte das sein, der entspannt die  Gegend ansieht. Aber auch ein Einsamer, oder einer, der endlich die Welt frei in den Blick nehmen möchte. Drei Wörter sind zu der kleinen Szene gesetzt: „anderswo ist hier“. Der Betrachter wird in einen freien poetischen Raum geführt, und er kommt ins Reflektieren, Denken, Deuten. Julia Siegmund arbeitet mit einem Mix aus Zeichnung, Malerei, Installation und Wort und eröffnet dadurch mehrere Bedeutungshorizonte. Bezeichnend ist der Umgang mit der Linie in vielfältiger Form: als Fäden durch den Raum gespannt oder auf die Wand geklebt, im Tiefdruckverfahren gedruckt, gezeichnet, geschnitten, gekratzt, gemalt, gefräst oder pastos und reliefartig direkt aus der Tube gedrückt. Die entstandenen, kleinformatigen Bilder fügt sie oft zu einem erzählerisch wirkenden Tableau zusammen. 2016 erwarb die Kunstsammlung des Deutschens Bundestages solch eine 24-teilige Werkgruppe von Julia Siegmund.

Im Rahmen dieser Kombination aus verschiedenen Ausdrucksformen lässt sich die Künstlerin auch von dem bekannten österreichischen Lyriker H. C. Artmann inspirieren.  Wie sie selber sagt, entstehen beim Lesen der Texte Artmanns Bilder im Kopf.  Diese Bilder sind beileibe keine einfachen Illustrationen der Gedichte, die es bei den vom Surrealismus und Dadaismus geprägten H. C. Artmann auch kaum sein können. Die Bilder von Julia Siegmund sind abstrakt und leben von Andeutungen. Tiere und Menschen erscheinen in Umrissen oder sind in altmeisterlicher Art detailreich zusammengefügt. Die Verknüpfungen bleiben der Fantasie des Betrachters überlassen. Wer sich auf gedankliche Abenteuer begeben will, ist bei Julia Siegmunds Werk bestens aufgehoben.

(Text: Andreas Meistermann)

Harald Balke – Künstler in der Grafschaft Bentheim

Harald Balke (Foto: © 2014 Wolfgang Weßling)
Harald Balke (Foto: © 2014 Wolfgang Weßling)


Harald Balke
*1954 in Bad Rothenfelde,
lebt und arbeitet in Nordhorn
Email: harald.balke@t-online.de

Der genaue Blick hinter das scheinbar Offensichtliche macht das vor allem fotografische Werk des Nordhorner Künstlers balx alias Harald Balke aus. Geprägt hat ihn dabei die traditionelle japanische Kultur, die von der Philosophie des Zen-Buddhismus bestimmt ist. Die Konzentration auf das Wesentliche und die geistige Selbstversenkung sind hier die wesentlichen Merkmale. Einen Eindruck davon vermittelte Balke in der Ausstellung „Ryoanji – 15 Ansichten von Japan“, die 2011 im Bentheimer Atelier zu sehen war. Fasziniert zeigte sich Balke von dem berühmten Ryoanji-Garten in Kyoto. Der Garten besteht aus einer 30 mal 10 Meter umfassenden Fläche aus fein gerechtem Kies mit 15 scheinbar zufällig platzierten Steinen in fünf bemoosten Gruppen. Es ist ein Garten der Leerheit und des Nichts, der den Betrachter lehren soll, zu sehen, was nicht zu sehen ist, ein für Europäer nur schwer zu verstehendes Unterfangen. Eine Faszination üben für Balke auch die Menschen aus, deren Wesen von Sorgfältigkeit, Zurückhaltung und Aufmerksamkeit geprägt ist. Er zeigt aber gleichzeitig ein Land in seinen Widersprüchen, in dem westliche kulturelle Einflüsse sich Bahn gebrochen haben.

Neben Solo-Projekten ist das Werk von Harald Balke von der Zusammenarbeit mit der niederländischen Künstlerin Ellen Korth gekennzeichnet. Mit ihr entstand die Ausstellung NU 01. Darin stellten sie als ehemalige Zugezogene vor, wie sie aus ihrer Sicht die Grafschaft wahrnehmen, indem sie sich mit den dort lebenden Menschen auseinandersetzten Sie zeigten großformatige Fotos ihrer Freunde und spiegelten damit das Spektrum ihrer Verbindungen zu Menschen innerhalb und außerhalb der Grafschaft wider.

2015 folgte wieder mit Ellen Korth das Projekt „JA. NU!“, das beim Kunstverein Nordhorn ausgestellt wurde. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, persönliche Geschichten zu erzählen, die zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten passierten. Während ihres Urlaubs, der Balke nach Norwegen und Korth in den Süden führte, schickten sie sich gegenseitig per SMS die Aufforderung „JA. NU!“, was bedeutete, möglichst simultan Fotos von sich und der Umgebung zu machen, in der sie sich gerade befanden. In Verbindung mit dem Projekt ist auch ein aufwändig gestaltetes Buch entstanden.

Zur Zeit arbeitet Harald Balke an einem Langzeitprojekt mit dem Titel THANKS A LOT FOR COMING OUT TONIGHT, bei dem es um Jazz, Musiker, Musikintrumente, Mikrofone und um Musikperformances geht.

(Text: Andreas Meistermann)