Grafschafter Onlinegalerie

Wir alle wissen, dass stationäre Kunstausstellungen geschlossen sind oder gar nicht erst eröffnet werden. Es ist zu befürchten, dass dieser Zustand noch ziemlich lange andauern wird.

Die Idee:
Auf der Seite www.kuenstler-grafschaft-bentheim.de wird eine Online-Ausstellung mit Arbeiten von KünstlerInnen aus der Grafschaft eingerichtet. Eine Arbeit pro Tag. Für viele Kunstliebhaber sicherlich ein Lichtblick in dieser ansonsten so trüben Zeit.

Bald geht es los!

Bildband „Künstler in der Grafschaft Bentheim“ in limitierter Auflage erschienen

Der Bildband „Künstler in der Grafschaft Bentheim“ ist im Oktober 2018 im Verlag Edition Virgines erschienen. Das Buch enthält 33 Künstlerportraits von Wolfgang Weßling, jeweils ergänzt durch Texte des Journalisten Andreas Meistermann. Gestaltet wurde das Buch von der Kommunikationsdesignerin Svenja Hemke M.A. aus Nordhorn, die einführenden Texte haben der Philosoph Dr. Thomas Ebers aus Bonn und der Kunsthistoriker Andreas Cordes M.A. aus Osnabrück geschrieben.

Der Preis des auf 999 Exemplare limitierten Buches beträgt 29,90 Euro. Sie erhalten es im Buchhandel oder direkt hier: Direktbestellung

Buchveröffentlichung

 

Die Planungen für die Veröffentlichung des Projektes KÜNSTLER IN DER GRAFSCHAFT BENTHEIM als Buch schreiten weiter voran. Im Augenblick werden Gespräche mit möglichen Sponsoren der Buchveröffentlichung geführt.

Geplant ist für die zweite Jahreshälfte 2018 ein großformatiger Bildband mit etwa 88 Seiten, der in einer Auflage von 999 Exemplaren erscheinen wird. Der Verkaufspreis wird bei 29,90 Euro liegen. Das Buch soll 33 Künstlerportraits von Wolfgang Weßling, jeweils ergänzt durch Texte des Journalisten Andreas Meistermann, enthalten.

Gestaltet wird das Buch von der Kommunikationsdesignerin Svenja Hemke M.A. aus Nordhorn, das Vorwort schreibt der Philosoph Dr. Thomas Ebers aus Bonn, die Einführung der Kunsthistoriker Andreas Cordes M.A. aus Osnabrück.

Verbindliche Vorbestellungen werden demnächst möglich sein.

 

Vernissage Metten/Nicoloff am 10.03.2017

(v.l.n.r.:) Dr. Thomas Ebers, Dr. Miho Nicoloff, Angelika Metten, Wolfgang Weßling (Foto: © 2017 Kerstin Snekker)
(v.l.n.r.:) Dr. Thomas Ebers, Dr. Miho Nicoloff, Angelika Metten, Wolfgang Weßling (Foto: © 2017 Kerstin Snekker)

Vorgestern wurde die erste Ausstellung mit zwei Künstlern aus diesem Projekt eröffnet. Eine sehr gut besuchte Veranstaltung in der Kanzlei Weßling Kambach Bitzer Rechtsanwälte in Nordhorn, weitere werden folgen! Die Eröffnungsrede hielt Dr. Thomas Ebers aus Bonn, es spielten Harp Mitch und Helmut Jakobs. Weitere Fotos der Vernissage finden Sie hier!

Die Ausstellung ist noch bis zum 05. Mai 2017 geöffnet.

Hannes Hiller (Emlichheim)

Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Den Maler und Grafiker Hannes Hiller habe ich am 15.07.2016 in seinem Atelier in Emlichheim besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Christiana Fietze (Nordhorn/Twist)

 

Christiana Fietze (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Christiana Fietze (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Die Künstlerin Christiana Fietze aus Nordhorn habe ich am 05.08.2016 in ihrem Atelier in Twist besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)

Angelika Metten (Nordhorn)

Angelika Metten (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Angelika Metten (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Die Künstlerin Angelika Metten aus Nordhorn habe ich am 04.07.2016 in ihrem Atelier in Nordhorn besucht. (Bitte auf das Bild klicken, um mehr zu erfahren!)


Julia Siegmund – Künstler in der Grafschaft Bentheim

Julia Siegmund (Foto: © 2015 Wolfgang Weßling)
Julia Siegmund (Foto: © 2015 Wolfgang Weßling)


Julia Siegmund
*1974 in Friesoythe
lebt und arbeitet in Nordhorn und Münster
Website: www.juliasiegmund.de

Durchlässige Köpfe, verloren wirkende Körper, die auch noch dem Betrachter den Rücken zuwenden, Wörter, Geschriebenes und Textfragmente – das sind nur einige wiederkehrende Gestaltungselemente in der künstlerischen Arbeit von Julia Siegmund, die von Sensibilität, großer Spannung und einem hohen Grad an poetischer Verzauberung gekennzeichnet ist. Immer kommen einem Geschichten in den Sinn, die aber nie richtig konkret werden. Eindeutigkeiten gibt es nicht.

Beispielhaft  ist eine Wandzeichnung zu nennen. Ein Mann sitzt mit dem Rücken zum Betrachter, eine Hand aufgestützt, und sieht suchend in den imaginären Raum. Die weiße Wand ist die Projektionsfläche, auf die der Betrachter mit ihm blickt. Ein Naturfreund könnte das sein, der entspannt die  Gegend ansieht. Aber auch ein Einsamer, oder einer, der endlich die Welt frei in den Blick nehmen möchte. Drei Wörter sind zu der kleinen Szene gesetzt: „anderswo ist hier“. Der Betrachter wird in einen freien poetischen Raum geführt, und er kommt ins Reflektieren, Denken, Deuten. Julia Siegmund arbeitet mit einem Mix aus Zeichnung, Malerei, Installation und Wort und eröffnet dadurch mehrere Bedeutungshorizonte. Bezeichnend ist der Umgang mit der Linie in vielfältiger Form: als Fäden durch den Raum gespannt oder auf die Wand geklebt, im Tiefdruckverfahren gedruckt, gezeichnet, geschnitten, gekratzt, gemalt, gefräst oder pastos und reliefartig direkt aus der Tube gedrückt. Die entstandenen, kleinformatigen Bilder fügt sie oft zu einem erzählerisch wirkenden Tableau zusammen. 2016 erwarb die Kunstsammlung des Deutschens Bundestages solch eine 24-teilige Werkgruppe von Julia Siegmund.

Im Rahmen dieser Kombination aus verschiedenen Ausdrucksformen lässt sich die Künstlerin auch von dem bekannten österreichischen Lyriker H. C. Artmann inspirieren.  Wie sie selber sagt, entstehen beim Lesen der Texte Artmanns Bilder im Kopf.  Diese Bilder sind beileibe keine einfachen Illustrationen der Gedichte, die es bei den vom Surrealismus und Dadaismus geprägten H. C. Artmann auch kaum sein können. Die Bilder von Julia Siegmund sind abstrakt und leben von Andeutungen. Tiere und Menschen erscheinen in Umrissen oder sind in altmeisterlicher Art detailreich zusammengefügt. Die Verknüpfungen bleiben der Fantasie des Betrachters überlassen. Wer sich auf gedankliche Abenteuer begeben will, ist bei Julia Siegmunds Werk bestens aufgehoben.

(Text: Andreas Meistermann)

Leni Winkelmann – Künstler in der Grafschaft Bentheim

Leni Winkelmann (Foto: © 2013 Wolfgang Weßling)
Leni Winkelmann (Foto: © 2013 Wolfgang Weßling)

Leni Winkelmann
*1955 in Gronau
lebt und arbeitet in Bad Bentheim
Website: www.leni-winkelmann.com 

Landschaften sind das große Thema des Werkes von Leni Winkelmann. Dabei ist es nicht die reine Wiedergabe oder die Idealisierung einer Landschaft, wie man sie im Allgemeinen aus der traditionellen Kunstgeschichte kennt, die ihre Malerei kennzeichnet. Vielmehr sind es Stimmungen, Eindrücke und Gedanken, die im Bild zum Ausdruck kommen. Einsamkeit und Stille, Licht und Schatten, Farbe und Raum, Realität und subjektives Erleben prägen das Werk, das sicherlich auch mit einem Bezug zur klassischen Romantik verbunden ist. Damals war das Malen einer  Landschaft  ebenfalls kein  Versuch einer objektiven Darstellung.  Es kündigte sich in der bildenden Kunst sowohl eine neue Einstellung zu einem subjektiven Erleben der Welt an als auch eine Wandlung in der Wahrnehmung von Erscheinungen, wie es sich in Bildern der damaligen Künstler wie Caspar David Friedrich, William Turner oder Eugene Delacroix zeigte. Wichtig war das Thema Landschaft und Natur auch in der Philosophie.  Angeregt durch Schriften Jean Jaques Rousseau gab es eine neue Sensibilität für die Natur und deren Wirkung auf die seelische Verfasstheit des Menschen. Leni Winkelmann drückt es etwas bescheidener aus:  „Ich versuche, eine andere Realität zustande zu bringen. Ich suche den Grenzbereich zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Schein und Sein.“

In einem Beitrag über Leni Winkelmann beschreibt die Kunsthistorikerin Sabrina Tesch die besondere Wirkung ihrer Bilder: „In der hektischen  und digitalisierten Welt von heute sind diese Landschaften Zufluchtsorte, vielleicht sogar ein kleiner Urlaub. Jedenfalls kann der Betrachter die Ruhe und die Einsamkeit, die auf ihn einwirkt, für sich genießen. Es ist Leni Winkelmanns poetische und sensible Art, Kunst zu schaffen, die den Betrachter verzaubern kann.“

Neben Ausstellungen außerhalb der Grafschaft Bentheim hat Leni Winkelmann ihre Werke auch mit großem Erfolg im heimischen Bad Bentheim (Bentheimer Atelier) und in weiteren Städten des hiesigen Landkreises wie Nordhorn (Atelier Sägemühle und Kunstverein Nordhorn) und Neuenhaus  (Kunstverein Grafschaft Bentheim) präsentiert.

(Text: Andreas Meistermann)Bearbeite