Viktoriia Bril

Viktoriia Bril (Foto: © 2018 Wolfgang Weßling)

Viktoriia Bril
*1990 in Chortkiv (Ukraine)
lebt und arbeitet in Bad Bentheim
Website: www.viktoriaworld.com

Sie gehört ohne Zweifel zu den vielversprechendsten Gesangsstimmen in der Grafschaft Bentheim: die 1990 in der Ukraine geborene Viktoriia Bril, die seit ein paar Jahren mit ihrem Mann Jan in Bad Bentheim lebt. Ihr großes Talent haben ihre Eltern früh feststellen dürfen. Bereits im zarten Alter von drei Jahren sang Viktoriia begeistert mit, wenn irgendwo Musik zu hören war. Mit 11 Jahren meldeten sie ihre Eltern für Privatunterricht an, um ihr Talent zu fördern. Darüber hinaus besuchte sie die Musikschule, an der sie klassischen Klavierunterricht erhielt. Einen ersten großen Erfolg konnte sie mit 16 Jahren beim Musikwettbewerb „Junge Galizier“ verbuchen. Mit Volksliedern ihrer Heimat errang sie den ersten Preis. Dann entdeckte sie die Popmusik für sich.

Nach dem Abitur studierte sie Sprachen (Niederländisch und Englisch) an der Hochschule in Kiew. Die Leidenschaft für die Musik begleitete Viktoriia weiter. Sie nahm Gesangsunterricht bei einer Lehrerin, die sie mit dem Jazz vertraut machte. Beruflich entschied sie sich zunächst aber dafür, als Dolmetscherin zu arbeiten. Damit verbunden war ein großer Wendepunkt in ihrem Leben. Im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der niederländischen Botschaft lernte sie ihren Mann Jan kennen, mit dem sie 2014 nach Bad Bentheim zog. Hier begann sie, sich verstärkt auf die Musik zu konzentrieren, die sie während ihrer beruflichen Tätigkeit doch schon etwas vermisste. Erste Eindrücke in der Grafschaft Bentheim hinterließ sie bei einem Auftritt mit den „Jazz Romances“. Ihre zugleich samtige und kraftvolle Stimme begeisterte das Publikum.

Ein weiterer wichtiger musikalischer Schritt für Viktoriia war es, eigene Stücke zu schreiben und zu komponieren. Beeinflusst auch durch die Geburt ihrer Tochter entstand 2016 gemeinsam mit einem niederländischen DJ das Dancepop-Stück „A new beginning“, mit dem sie sich für den Eurovision Song Contest bewarb, als Vertreterin ihres Geburtslandes Ukraine. Den Wettbewerb konnte sie zwar nicht gewinnen, aber sie ist sich sicher: „Eines Tages werde ich gewinnen. Nicht umsonst heiße ich Viktoriia“, sagt sie mit Selbstbewusstsein, aber auch einem Schuss Ironie, denn Verbissenheit ist bei allem Ehrgeiz ihre Sache nicht. Lieber verfolgt sie weiter ihre Projekte. Nach „A new beginning“ folgte das Stück „Pearls of life, und mit „A tale of Bentheim“ widmet sie ihrer neuen Heimat Bad Bentheim eine kleine epische Hymne. Das ist aber noch längst nicht alles. In Verbindung mit ihrer Musik hat sie gemeinsam mit befreundeten Künstlern ein Multimedia-Projekt entwickelt, das bei ihren Auftritten zu erleben ist, und unter anderem Tanz, Video und Fotografie miteinander verbindet. Auch eine CD ist in Planung.

(Text: Andreas Meistermann)