Uwe Flores

Uwe Flores (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)
Uwe Flores (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)

Uwe Flores
*1962 in Nordhorn
lebt und arbeitet in Emlichheim
Email:  www.uwe-flores.de

Wie entsteht das Interesse und die Begeisterung für Kunst? Bei dem Emlichheimer Uwe Flores war es eine Klassenfahrt nach Berlin. Dort besuchte er verschiedene Kunstmuseen, die einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen haben. Besonders angetan haben es ihm die Bilder von Gerhard Richter, dem wohl bedeutendsten deutschen Gegenwartsmaler. Dass daraus mal mehr werden würde, war damals aber noch nicht abzusehen. Zunächst erlernte er den Polizeiberuf beim Bundesgrenzschutz, später kam die handwerkliche Ausbildung zum Elektromeister dazu. Erste handwerkliche Einblicke in die Kunst erhielt er 1982 beim Besuch von Malkursen an der Volkshochschule. Aber erst in den letzten Jahren stürzte er sich so richtig in die Kunst und ist seitdem als freischaffender Maler tätig. Bei dem Emlichheimer Künstler Hannes Hiller und bei der in Brandlecht lebenden Künstlerin Loes de Haan bekam er vertiefte kreative Inspiration, ebenso beim Airbrushkünstler André Eilers. Seit April diesen Jahres hat Uwe Flores auch ein selbst gebautes eigenes Atelier, das vor Bildern nur strotzt. Wie er im Gespräch erzählt, hat besonders der Kontakt zu Loes de Haan eine hochproduktive Phase bei ihm ausgelöst. Uwe Flores spricht von einer symbiotischen Verbindung. Bei Loes de Haan hat er den Ansatz zur Kunst gefunden, der ihn begeistert.

Uwe Flores fühlt sich zur abstrakten Kunst hingezogen, denn mit ihr kann er am besten Gefühle ausdrücken, das Innere nach außen kehren. Farben haben für ihn konkrete Bedeutungen. Rot steht für Zusammenhalt, Glaube und Ursprüngliches, Blau für Freundschaft und Erlebnisse. Ein wichtiges Bildelement für Flores ist das Quadrat. Dieses wiederkehrende Motiv steht für Ordnung. Die Malerei ist bei ihm aber nicht nur Ausdruck von Kreativität, sondern hat auch therapeutische Funktion. Sie hilft dem Emlichheimer Künstler beim Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung. Wenn er malt, erzählt Uwe Flores, ist das Zittern der Hand sofort weg, Entspannung stellt sich ein, der Körper kommt zur Ruhe.

(Text: Andreas Meistermann)