Irmgard Fillinger

 

Irmgard Fillinger (Foto: © 2020 Wolfgang Weßling)

Irmgard Fillinger
*1955 in Emlichheim
lebt und arbeitet in Esche
Website: http://www.irmgardfillinger.de

Aus einer mit Kunst vertrauten Familie stammt die in Emlichheim geborene und heute in Esche lebende Irmgard Fillinger. Ihr Vater, der bekannte Tierarzt Rudolf Oppel, war Mitglied der Gildehauser Werkstatt, die sich heute Atelier Sägemühle nennt, und auch ihre Großtante Liesel Oppel hatte eine große Leidenschaft für die Kunst. Davon angesteckt, begannen ihre ersten konkreten kreativen Schritte am Gymnasium in Neuenhaus, wo sie bei dem auch überregional bekannten Maler Michael Bette Kunstunterricht hatte.

Die Kunst begleitete sie auch während ihres Lehramtsstudiums in Göttingen. Dort besuchte sie mehrere Kurse. Nach der Rückkehr in die Heimat lernte sie Hannes Hiller kennen, der schon viele angehende Künstler aus der Region inspirierte. Irmgard Fillinger arbeitete an der Vervollkommnung ihrer handwerklichen Fähigkeiten. Dabei entwickelte sie eine besondere Leidenschaft für die Arbeit an Figuren in Bronze. In den von ihr geschaffenen Werken macht sich der Einfluss der Heimat bemerkbar. Irmgard Fillinger lebt gemeinsam mit ihrem Mann Jörg auf einem äußerst idyllisch gelegenen Bauernhof. Dort ist die Begegnung mit der Tierwelt und der Natur allgemein, zu der sie schon von Kindesbeinen an eine intensive Beziehung hatte, prägend. Zeichnerisch hält sie fest, was sie in ihrer Umgebung sieht

Interesse für das Material Bronze entwickelte sie nach dem Besuch eines Kreativ-Zentrums in Hengelo in den benachbarten Niederlanden. Hier lernte Irmgard Fillinger den spannenden Prozess des Gießens kennen. Nach intensiver Beschäftigung mit dieser Technik fertigte sie Skulpturen, lernte es, Motive vom Skizzenblatt in dreidimensionale Bronzefiguren zu verwandeln. Zentrale Motive sind Tiere, die sie im Moment der Bewegung festhält.

Inzwischen kann Irmgard Fillinger auf einige Ausstellungen zurückblicken, unter anderem im Wirtschaftskompetenzzentrum in den Räumlichkeiten der Grafschafter Volksbank, im Alten Rathaus in Neuenhaus im Rahmen der Reihe „Parallel“, im Atelier Sägemühle in Nordhorn und im Bentheimer Atelier. Dass sich ihr Name in der Kunstszene herumgesprochen hat, davon zeugen auch einige Auftragsarbeiten.

(Text: Andreas Meistermann)