Hannes Hiller

 

Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)
Hannes Hiller (Foto: © 2016 Wolfgang Weßling)

Hannes Hiller
*1951 in Dahlenburg
lebt und arbeitet in Emlichheim
Website: www.hanneshiller-proarte.de 

 

Eine der wohl prägendsten Figuren der Grafschafter Kulturszene ist der Emlichheimer Maler Hannes Hiller. Nach dem Studium in Hannover, Braunschweig und Hildesheim führte ihn der Weg 1980 in die niedersächsische Provinz. Neben seiner Tätigkeit als freier Zeichner wurde Hannes Hiller dank guter Kontakte zur Volkshochschule auch als Dozent aktiv. Vor allem an der Jugendbildungsstätte in Emlichheim leitete er viele Kurse und Seminare. Damit nicht genug organisierte Hiller auch große Kunstevents wie die Deutsch/Niederländischen Kreativtage, die an verschiedenen Orten beiderseits der Grenze stattfanden und auf überregionale Resonanz stießen.

Als Künstler ist Hannes Hiller in vielen Genres und Techniken unterwegs. Er ist Maler, Illustrator und Zeichner. Große Bekanntheit erlangte Hiller auch durch die Zusammenarbeit mit dem Theaterkritiker und Autor Bernd Durstewitz, mit dem er gemeinsam das Buch „Grafschafter Reimereien“ herausbrachte. Ebenfalls mit Bernd Durstewitz entstand auch das Projekt „Filou sophische Gassenhauer“, das sich aus Porträts und Geschichten von Philosophen zusammensetzt und als Ausstellung für volles Haus im Otto-Pankok-Museum sorgte.

Bevor Hannes Hiller allerdings mit seinen künstlerischen Ambitionen durchstarten konnte, bedurfte es eines langen Weges. Seine Mutter liebte seine Zeichnungen, die er schon mit neun Jahren angefertigt hatte, er bekam Farben geschenkt, doch als er den Wunsch äußerte, auch beruflich als Künstler tätig zu werden, hatte er beide Eltern gegen sich. Als die Konflikte kein Ende nahmen, haute er einfach von zu Hause ab und lebte eine Zeit lang sogar auf der Straße, schlug sich mit verschiedenen Jobs durchs Leben. Sein Ziel, Künstler zu werden, gab er nicht auf. Nach der Absolvierung eines Sonderbegabten-Abiturs konnte Hiller schließlich Kunst studieren.

Bei seinen Werken steht er in der Tradition der Kunstgeschichte. Er liebt die Werke der Romantik, des niederländischen Barock und die russische Malerei des 19. Jahrhunderts. Hiller bewundert vor allem die große Technik der Künstler dieser Epochen.

(Text: Andreas Meistermann)