Hanna Harmsen

 

Hanna Harmsen Wolfgang Weßling
Hanna Harmsen (Foto: © 2020 Wolfgang Weßling)

 

Hanna Harmsen
*1964 in Hilten/Neuenhaus
lebt und arbeitet in Gölenkamp
Website: www.hanna-harmsen.de

Wie viele hat Hanna Harmsen schon als Kind gemalt, frei und ohne Ziel, einfach nur spielerisch. Dass sie dazu auch Talent hatte, stellte sich im Kunstunterricht an der Schule heraus. Ein Lehrer erkannte es und machte ihr Mut, daraus mehr zu machen, doch sie sah es nur als Hobby. Erst mit 20 Jahren kaufte sie sich einen Aquarellkasten. Dann aber kamen zunächst Beruf und Familie.
Als beides nicht mehr so viel Zeit in Anspruch nahm, wurde das schlummernde Talent wieder zum Leben erweckt. Sie besuchte Kurse, um die Technik des Malens zu erlernen, doch das Angebot war für sie nicht zufriedenstellend. Richtigen Schwung bekam das Ganze aber erst vor 19 Jahren durch die Begegnung mit dem Maler Hannes Hiller. Bei ihm nahm Harmsen Unterricht und erlernte verschiedene Techniken wie Aquarell, Acryl, Gouache, Öl und Pastell sowie Federzeichnung. Wie sie im Gespräch berichtet, hatte Hiller ein Gespür dafür, individuell auf sie einzugehen, ihre Schwächen und Talente zu erkennen und sie einfach weiterzubringen.
Beeinflusst von ihrer heimatlichen Umgebung in Gölenkamp machte sie sich an die Motive, die ihr Werk durchziehen: Detaillierte, vom Impressionismus und Realismus beeinflusste Darstellungen von Pflanzen, Blumen und Tieren. Mit ihren Bildern war Hanna Harmsen, die sich auch schon als Dozentin für die Kunstschule der Städtischen Galerie (mit einer Gruppe von Kindern zweier Grundschulen errang sie 2011 den Jugendkulturpreis der Stadt Nordhorn) betätigte, unter anderem bei einer Ausstellung zum Thema Moor im Haus Buddenberg in Ringe, bei einer Gruppenausstellung in der Volksbank Emlichheim und beim Herbstmarkt ebenfalls in Emlichheim vertreten.
Auch für die Zukunft hat sich Hanna Harmsen noch einiges vorgenommen. Sie will weiter an ihrer Technik feilen und irgendwann einmal ein Kinderbuch veröffentlichen. Eine zentrale Rolle werden dabei Spatzen spielen, die sie mit ihrem regen Treiben täglich auf dem Grundstücke ihres in Gölenkamp gelegenen Hauses erlebt. Aber dazu braucht es noch etwas Zeit.

(Text: Andreas Meistermann)