Frank Bolink

Frank Bolink (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)
Frank Bolink (Foto: © 2017 Wolfgang Weßling)

Frank Bolink
*1943 in Enschede
lebt und arbeitet in Nordhorn
Website: www.frankbolink.com


Aufmerksamen Radfahrern, die schon einmal Ootmarsum besucht haben und sich dabei am Knotenpunktsystem orientiert haben, wird es aufgefallen sein: ein großer Kopf aus Bronze mit seltsamen Ausbuchtungen und eine weitere Bronzeskulptur mit einem großen Auge. Geschaffen wurden sie von dem bekannten niederländischen Künstlerduo Koopman und Bolink wie auch viele weitere noch größere Objekte, die in der Tradition des fantastischen Realismus stehen. In den letzten Jahren ist es um das Künstlerduo Koopman und Bolink etwas ruhiger geworden.

Der ehemalige Dozent an der Enscheder Akademie für Kunst und Industrie (AKI), Frank Bolink, der seit über zehn Jahren in Nordhorn lebt, ist aber weiterhin als Solokünstler in den unterschiedlichsten künstlerischen Bereichen tätig. Schon vor vielen Jahren wurde er in der Grafschaft Bentheim durch seine Beteiligung an dem Vechtestromer-Projekt und an Planungen für eine künstlerische Umgestaltung der Nordhorner Innenstadt bekannt, die allerdings damals nicht umgesetzt wurden.

Im Jahre 2017 waren Werke von Frank Bolink erstmals in Deutschland zu sehen. Sie wurden im Rahmen der Parallel-Ausstellungen des Kunstvereins Grafschaft Bentheim im Alten Rathaus in Neuenhaus gezeigt. Die in der Ausstellung gezeigten Werke befassten sich mit den Themen Pflanzen und Tiere. Der Betrachter konnte dabei den Eindruck gewinnen, in eine Märchenwelt versetzt zu werden. Eines der ungewöhnlichste Ausstellungsstücke: Mitten im Raum stand ein grauer Schreibtisch mit vielen bunten Fächern und Schubladen. Das Besondere an diesem Möbelstück war, dass es die Form eines Elefanten hatte. Auf die Fensterbänke hatte Frank Bolink Keramikblüten gestreut. An den Wänden befanden sich mehrere große Leinwände. Abgebildet waren – mal mehr, mal weniger abstrakt – Vögel und Äste. Zwei Motive zeigten Tiere und Figuren in comicartiger Manier. Dazu gesellten sich mehrere Skulpturen, die das vielfältige Talent Frank Bolinks unterstrichen.

(Text: Andreas Meistermann)