Anke Strube

Anke Strube (Foto: © 2018 Wolfgang Weßling)
Anke Strube (Foto: © 2018 Wolfgang Weßling)

Anke Strube
* 1966 in Rheine
lebt und arbeitet in Wietmarschen
Website: https://atelierankestrube.wordpress.com/

 

Noch ein Geheimtipp in der Grafschafter Kulturszene ist Anke Strube. Ihr umfangreiches Werk besticht durch Vielfalt und großes handwerkliches Können. Einen Eindruck davon bekommt man bei einem Besuch in ihrem Haus, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Kurt im beschaulichen Lohner Ortsteil Rükel bewohnt. Hier stößt der Betrachter auf filigrane Skulpturen, ausdrucksstarke Holzarbeiten, auch in Kombination mit metallischen Elementen, Malerei und Collagen.

„Ich möchte schöne Dinge schaffen“, sagt Anke Strube, die unter anderem ihren Vater als Inspirationsquelle für Ihre Kunst nennt, der einen großen Sinn für Ästhetik hat. Weitere Inspirationsquellen findet sie auch bei den Klassikern der Moderne wie Gerhard Richter, Günther Uecker, Giacometti und Picasso. Ohne sie allerdings zu kopieren. „Ich lasse mich natürlich von Bildern anderer Künstler beeinflussen. Wichtig ist mir allerdings, welches Potenzial in meiner Wahrnehmung von Menschen und Dingen steckt, und welche Ausdruckskraft ich in meinen Bildern und Skulpturen dem Betrachter vermitteln kann.“

Bei allem Sinn für schöne Formen will Anke Strube mit ihrer Kunst aber auch Inhalte vermitteln, die unterschiedlichster Natur sind. Einerseits beschäftigt sie sich in ihren Werken mit Ereignissen aus ihrer Biografie, die sie geprägt haben wie eine schwere Erkrankung ihres Vaters, andererseits aber auch mit gesellschaftlichen und politischen Themen wie den Weltreligionen, der Rolle der Frau in der Gesellschaft und der Flucht vieler Menschen aus von Krieg und Armut bedrohten Ländern. Wie Anke Strube selber sagt, möchte sie Denkprozesse mit visuellen Mitteln auslösen. Dass ihr das Material und die Inspiration nicht ausgeht, sieht man in ihrem Atelier. Hier arbeitet sie gleichzeitig an mehreren Werken und mit unterschiedlichsten Materialien. Kurzum: Anke Strube ist eine Künstlerin, von der noch viel zu erwarten ist und die es zu entdecken lohnt.

(Text: Andreas Meistermann)